Gendoping: Lebensgefährliches Spiel mit dem Erbgut

Gentherapie soll lebensgefährliche Krankheiten heilen. Das Ziel ist in weiter Ferne, doch schon hoffen Leistungssportler, so ihr Erbgut aufmöbeln zu können. Gendoping wäre nicht allein für die Anwender höchst riskant. Sie könnten die manipulierten Viren weiterverbreiten – mit unabsehbaren Folgen.

Viren sind nur wenige Mikrometer groß, doch die Winzlinge vollbringen etwas, an dessen Nachahmung Mediziner seit Jahren verzweifeln: Sie schleusen ihre Erbinformation in menschliche Zellen ein und sorgen dafür, dass sie millionenfach kopiert wird.

Ihre einmalige Eigenschaft macht Viren zu einem vielversprechenden Vehikel bei der Behandlung von Krankheiten, die von defekten Genen verursacht werden: Gelingt es, den Viren Reparaturgene unterzuschieben, die dann Huckepack in Patientenzellen eingeschleust werden, bauen diese die heilende Erbinformation in deren DNA ein – Immundefekte, die Bluterkrankheit oder auch bestimmte Krebskrankheiten könnten so unter Umständen geheilt werden. In einigen wenigen Versuchen ist dies Forschern sogar schon gelungen, zum Beispiel bei schweren Immundefekten.

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