MRT und CT: check

Ich bin gestern Abend extra zeitiger ins Bett gegangen. Okay, am Ende ist es dann doch 22.30 Uhr geworden, ich wollte doch noch so gern eine Reportage über illegalen Welpenhandel sehen, doch auch die kam erst 22.15 Uhr bzw. zu dieser Zeit fing die Sendung an, mit insgesamt drei Themen. Wer weiß, wann der Welpenhandel dran gekommen wäre, also habe ich es gelassen. Der Wecker war für 7.00 Uhr gestellt, 7.30 Uhr sollte es losgehen. Eigentlich ein Klacks für mich, denn Frühstück fiel ja eh aus und mit dem Frischmachen etc. bin ich dann immer recht schnell fertig.

Am Ende bin ich 7.20 Uhr aus dem Bett gekrochen und erst 7.45 Uhr losgekommen. Der Verkehr war auch nicht auf meiner Seite, mindestens drei Traktoren kreuzten meinen Weg und hielten mich vom üblichen Fahrstil ab. In Halle selbst war der Verkehr auch nicht besser.. Arbeitsverkehr eben. Alle pendelten von den Dörfern in die Stadt. Trotzdem kam ich pünktlich 8.15 Uhr an.

Ich wurde gleich zum MRT gerufen. Dort lag ich 20 Minuten unter der Röhre. Sobald die Maschine kurz aufhörte, Bilder aufzunehmen, bewegte ich fleißig meine Hände und Finger, denn die schlafen immer besonders schnell ein. Nach dem MRT fing ich an, mein erstes ebook zu lesen, kam aber nicht weit, dann wurde ich zum CT gerufen. Erstmal einen halben Liter Kontrastmittel schlürfen *örgs* aber ich war auf mehr vorbereitet. Beim letzten Mal musste ich innerhalb einer Stunde einen ganzen Liter trinken. Heute hatte ich 30 Minuten Zeit. Ich bekam bei jedem Schluck einen kleinen Schlag. Entweder an den Zähnen, oder sogar an der Zunge. War das elektronisch aufgeladenes Kontrastmittel oder wie? Sowas hab ich auch noch nicht erlebt. Hätte ich zuvor meine Fleecedecke angefasst, hätte ich es noch verstanden. Da bin ich öfter mal aufgeladen und berühre gern Danis Kopf *g* *zzzzipp* 😀

Während ich trank, laß ich mein Buch weiter. Ich lese gerade In meinem Himmel von Alice Sebold. Es geht um ein Mädchen, was in den 80er Jahren ermordet wurde. Eine wahre Geschichte, soweit ich mitbekommen habe. Bin aber erst auf Seite 17.

Ich bemerkte, wie mich die Leute anstarrten. Haben die noch nie jemanden weißes Kontrastmittel trinken sehen? *tz*

Vor dem CT wurde mir die Nadel gelegt, denn ich bekam zusätzlich noch Kontrastmittel durch die Vene. Ich hatte gehofft, dass mir das erspart bleiben würde. Wenn man schon mal hofft…
Es ziepte ganz schön, als die Schwester die Nadel reinschob und in solchen kleinen Schmerzmomenten hab ich immer Angst, dass die Nadel nicht richtig liegt und mir die Brühe durch den ganzen Körper läuft, aber es war alles okay. Das CT dauerte ca. 4 Minuten und ich musste das hässliche Kontrastmittel-läuft-durch-Körper-Gefühl nur einmal über mich ergehen lassen. Ich hasse es echt, aber diesmal war es nicht ganz so schlimm. Diesmal dauerte es auch nicht so lange. Unangenehm wurde es aber, als das Mittel die Blase erreichte. Wer so ein CT schon durchmachen musste, kennt das ja *gaah*

Ich saß danach noch 30 Minuten im Wartezimmer, ehe mir das Schläuchlein, in dem die Nadel saß, gezogen wurde und ich gehen konnte (Ja Sunny, hab nachgefragt).

Danach bin ich gleich noch hoch zur Onkologie. Das Ergebnis von der Szinti lag noch nicht vor und ich soll Ende der Woche mal anrufen. Okay. Ich bekam meine Blutwerte vom letzten Mal ausgedruckt und mit nach Hause.
Zuhause der Schock: Der TM ist nochmals gestiegen. Ich weiß nun auch, dass es sich bei dem Wert nicht um den CEA handelte, sondern um den CA. Der CA liegt jetzt bei 70,1 und der CEA bei 10,1. Beide gestiegen und durch ein „+“ gekennzeichnet. Es ist doch alles für die Katz. Plötzlich hab ich eine riesen Angst vor den Ergebnissen. Ich hatte gehofft, der TM beruhigt sich noch einmal. Jetzt bin ich mir doch fast schon sicher, dass sich der Krebs wieder einmal in mir ausbreitet. Bestimmt ist er weiter durchs Bein gewandert, denn die Schmerzen breiten sich manchmal auf das seitliche Becken aus, manchmal zwackt es vorn am rechten Bein, manchmal links. Jetzt gerade merke ich wieder, wie es wummert. Ich überlege, mir eine Schmerztablette einzuwerfen, damit ich dieses Gefühl unterdrücken kann. Es macht mich wahnsinnig, ich will es nicht spüren.

Das Kontrastmittel liegt mir auch irgendwie im Magen. Ich habe eine dumpfe Übelkeit in mir. Mir ist nicht so übel, dass ich erbrechen muss, ich kann es nicht so recht beschreiben.

Zirka 3cm neben dem Nadeleinstich bekomme ich einen blauen Fleck. Pah, da fragt man sich.. Um den Einstich herum ist es etwas rot. Wahrscheinlich reagiere ich doch ein wenig allergisch darauf. Muss ich mir für das nächste Mal merken. Solange ich keine Beschwerden habe, dürfte das jedoch kein weiteres Problem sein.

Soviel erstmal dazu.
Bis bald!

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Mein Leben veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Kommentare zu “MRT und CT: check

  1. Okay, dann muss ich das nächste Mal doch nicht hingucken! 😉

    Ach, das ist alles ganz großer Mist! Was soll man dazu schon Tröstendes sagen? Ich hoffe, dass die Untersuchungen keine Progression zeigen! Drücke dir alle Daumen dafür und dich auch gleich mit!

    Sei lieb geknuddelt,
    Sunny

  2. Yvonne, es ist richtig, tröstendes kann auch ich nicht sagen. Aber wir hier sind alle für Dich da, und ich hoffe fest, dass die TM`s sich täuschen. Bis dahin sind meine Daumen sowieso gedrückt.

    Sei ganz lieb umarmt
    Ursula

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s