SCAR-Projekt auf Sixx

Habt ihr den Film gesehen? Wie fandet ihr ihn?

Ich habe ihn mir nicht durchweg angesehen, weil ich nicht wusste, ob ich sowas verkrafte, doch der Schluss ist auch mir nicht entgangen.
Ich fande es wirklich traurig und dennoch bin ich froh, dass er so ausging. Es zeigt den Menschen da draußen, wie ernst Krebs ist und wie er ausgehen kann.

Ein Hoch auf die Medizin, die einem noch die Wahl lassen, den Tag der Erlösung bestimmen zu können.

Nun schaue ich gerade die Dokumentation über das SCAR-Projekt. Ein Fotograf, der sich zur Aufgabe gemacht hat, brustkrebsgeschundene Frauen zu fotografieren. Frauen, die ein Zeichen setzen und zeigen wollen, dass man trotz Krebs noch schön ist.

Besonders erstaunt bin ich über die Gemeinsamkeiten jeder einzelnen Frau. Die Unlust auf Sex, das Gefühl, nicht mehr attraktiv zu sein, das Bedürfnis, mit dem Partner zu reden und die Erkenntnis, dass der Partner große Probleme damit hat und schweigt.

Ich bin überwältigt von so viel Mut. Die Frauen sehen toll aus und es öffnet mir die Augen. Ich jammerte über meine Narben, die im Vergleich zu den mutigen Frauen, die sich haben fotografieren lassen, einem Mückenstich ähneln.

Ich bin sehr gespannt, wie die Doku weitergeht.

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2 Kommentare zu “SCAR-Projekt auf Sixx

  1. …. ja, dieses selbst entscheiden dürfen, würde es einfacher machen. Ich möchte auch niemals, meiner Familie zur Last fallen.
    Und dieser Bericht über die Frauen ist Klasse. …. dieses nicht mehr mit einander reden, ist, so glaub ich, das größte Problem unserer modernen Gesellschaft. Wir haben schon seit Jahren ein „Ritual“, vielleicht ist unsere Ehe deshalb so harmonisch und schön, ich weiß es nicht, haha, wir baden jeden Abend Gemeinsam, da kann keiner weg und da wird geredet, über den Tag, über Pläne, Urlaub, Krankheit … manchmal sind wir auch schon schweigend aus der Wanne gegangen, aber am nächsten Morgen ist alles wieder gut. …. weil wir die Möglichkeit hatten darüber nachzudenken. Nach meinem KH Aufenthalt und der Narbe (zum Glück hab ich ein Implantat) bin ich auf die Dusche umgestiegen und es blieb vieles ungesagt. Ich habe mir schöne Wäsche gekauft, bin nur mit Kopftuch und Perrücke rumgelaufen und ich habe Ihn entscheiden lassen, wann er dieses Implantat und diese Narbe annimmt … und dann hat er uns ein Bad eingelassen und hat er gesagt, dass das gar nicht notwendig gewesen wäre und hat mir in der Wanne das Tuch abgenommen. Wir reden wieder und wir haben Lust auf uns, weil es dazu gehört zum schönen Leben und weil man bei keiner anderen Gelegenheit so gut vergisst, das man krank ist. … ich habe verstanden, das ich mich mit Eitelkeit und Selbstzweifeln selbst bestrafe. … wir sind immer noch schön !!!! … weil wir nicht aufgeben und uns unser Partner nicht nur wegen unserer Hülle lieben. ….

    • Danke für so viel Mut zur Offenheit, Katrin.
      Es ist schön, wenn man offen über alles reden kann. Sehr viele Paare können das nicht. Auch wir haben große Probleme damit, wobei es sich seit der neusten Diagnose sehr gebessert hat. Trotzdem sind viele Probleme, die uns plagen, unausgesprochen.

      Wir sollten uns ein Bad einlassen! 😀

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