Chemo Nr. 2

Heute war wieder Chemotag und der begann mit einem Stau. 30 Minuten musste ich warten, war eh schon viel zu spät dran.

Ich sag euch eins vorne weg, als ich auf dem Weg in die Praxis war, dachte ich mir: Mehr Chemie, wie du heute kriegst, geht fast gar nicht. Zoladex, Xgeva, Chemo und die erste Bestrahlung (okay, die fällt nicht so ganz unter Chemie).
Aber als ich später in meinem Sesselchen saß und den Mann neben mir sah, wurde mir ganz übel. Da hingen nicht nur zwei oder drei Beutelchen, sondern fünf! Fünf Chemiecocktails, der arme Mann. Mag gar nicht daran denken, wie lange der wohl dort sitzt. Bestimmt den ganzen Tag. Meine Chemo 2010 hat schon ca. 3 Stunden gedauert.

Die erste Bestrahlung war okay. Wie immer eben. Ich kam recht schnell dran, weil ich, noch während ich im Stau stand, dort anrief und verkündete, dass ich wenig Zeit haben werde, wenn ich ankomme, da ja gleich Chemo hinten dran hing.
In der Onkologie war Horror viel los. Ich sollte erstmal Platz nehmen, weil mein Laufzettel noch nicht aufzufinden war. Dauerte nicht lang und meine Steffie kam angetippelt. Ihr Termin wurde ja verkürzt, damit ich noch reinpasste 😀 Da verging die Zeit wenigstens und wir konnten quatschen. Sie kam vor mir zum Gespräch, während ich noch immer darauf wartete, dass sich was mit meinem Laufzettel tat. Mittlerweile war er aufgetaucht, aber nichts aufgeschrieben oder angekreuzt, sodass niemand wusste, was sie mit mir anfangen sollten. Anstatt einfach mal den Arzt zu fragen, warteten die Schwestern. Nach Steffie wurde ich dann zum Gespräch aufgerufen und kam auch recht fix wieder aus dem Sprechzimmer, wurde zum Bluttest verwiesen und sollte mich dann wieder in sein Wartezimmer setzen. Gesagt, getan. Wieder warten. Steffie war zwar auch noch in der Praxis, musste aber zur Schellung, war somit nicht für Gespräche erreichbar. Langweilig.. zum Glück gibts Handy und eBook. Nach Bluttest wieder Gespräch, wo ich zwischendurch wegen eines Telefonats wieder aus dem Zimmer geschickt wurde – wieder warten. Daaaann endlich (es war mittlerweile 11.30 Uhr und um 9.10 Uhr hatte ich Termin) kam die Chemo dran. Ah nein, vorher noch Zoladex (die diesmal gar nicht so schlimm war) und Xgeva (die viel schlimmer war 😦 ). Nach einer Stunde konnte ich gehen.

Vom Hunger geplagt, hetzte ich noch in die Kaufhalle und kaufte in meinem Rausch nur ungesundes Zeug, außer Paprika. Irgendwie plagt mich nach dieser Chemo voll der Zwang, massig zu essen, was nicht gerade fördernd für meinen Bauch war, denn ich hatte seit Samstag irre Bauchschmerzen, die durchs Essen wieder schlimmer wurden. Seit 15.00 Uhr harre ich nun auf der Couch aus, habe vorhin noch einen Joghurt gegessen und unwahrscheinlichen Durst. Müde bin ich auch irgendwie, doch ich befürchte, dass ich nicht schlafen kann. Die Empfindung zwischen Hitze und Kälte hat mich wieder, das merke ich schon jetzt. Zoladex‘ Werk!

Meine Mutti wurde schon verrückt vor Sorge, weil sie mich den ganzen Tag nicht erreichte, während ich in der Praxis saß und verrückt vor Sorge um mein Miezchen war, den ich in den Flur gesperrt hatte, in dem Glauben, ja eh bald wieder Heim zu sein. Das Wetter heute morgen war nämlich gar nicht schön und er sollte nicht draußen rumlungern und wollte er auch nicht. Natürlich kam er mal wieder dann, als ich die Haustür schon längt zugeschlossen und ich totaler Eile war. Also kam er heute nicht weiter, wie bis in den Flur – ich hatte keine Zeit 😛

Sooo, was hab ich noch schönes zu berichten? Hm.. nichts wohl. Das fällt mir wieder ein, wenn ich den Artikel abgeschickt habe.

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