mwääh.. Chemo fünf

Was war das denn heute bitte? Der Tag fing richtig scheiße an. Erst hab ich verschlafen, dann musste ich auch noch das Auto freikratzen, unterwegs nur Schleicher und Sonntagsfahrer vor mir. Ich kam eine Stunde zu spät. Hat zum Glück keiner so richtig gemerkt. Zumindest sprach mich niemand drauf an.

Dann hat mich heute mal ein männlicher Pfleger angepiext 😉 ein ganz lieber und ganz vorsichtig. Hab ihn dann gelobt, dass der Stich IN DEN PORT okay war *g* Da war er sichtlich erleichtert, der Pfleger mit den Zitterhänden 😉

Leukos waren okay. Könnte zwar besser sein, aber 3000 ist gut. Letzte Woche 6000 – da beunruhigt mich allerdings der Abstieg um die Hälfte. Ich merk das heut auch gleich, weils mir nicht so gut geht. Das erste Mal seit der Vinorelbin musste ich einen Chemo-Couchkuscheltag einlegen. Schlafen, Kopfschmerzen und leicht erhöhte Temperatur. Hoffentlich wirds morgen besser.

Ich überleg schon die ganze Zeit, ob ich mir noch eine Vitaminbombenananas aufschneide. Bin aber so faul und müde. Mal sehen.

Jetzt muss ich noch 2 Wochen zur Bestrahlung und dann ist es geschafft. Das wird schon einmal eine große Erleichterung, wenn ich nicht mehr täglich nach Halle fahren muss.

Ach und dann traf ich heut auch zufällig meine liebe Sabrina in der Onkologie. Das ist die, mit der ich vor 2 Jahren im KH lag. Seitdem haben wir uns nicht wieder gesehen, stehen aber seit einigen Monaten über facebook in Kontakt. Ich hab mich riesig gefreut. Ich weiß ja, dass es ihr nicht gut geht, aber sie sah prima aus. Wenn man ihre Lage nicht kennt, würde man ihr die Krankheit nicht ansehen.

Des Weiteren habe ich heute mal so über meinen Freundeskreis nachgedacht. Es weiß ja niemand, dass ich wieder Behandlung bekomme. Warum sollte ich es auch sagen? Die meisten fragen eh nicht nach mir oder eben nur selten. Viele quatschen dumm rum (habe da ja schon einmal meine Erfahrung gemacht) und die wenigen, die den Link zu meinem Blog haben, besuchen ihn nie. Das würde ich ja merken. Das ist dann traurig, wenn da Leute sind, denen man vertraut und wo man denkt, die sorgen sich auch um einen und dann scheren sie sich doch einen Dreck um mich. Gerade wo sie doch von meiner Vorgeschichte wissen, hätte ich gedacht, dass sie ab und an mal vorbeischauen und lesen, wie es mir im Alltag geht.
Solches Verhalten belehrt mich dann eines Besseren und ich weiß, dass ich alles richtig gemacht habe.

Also in letzter Zeit finde ich hin und wieder blaue Flecke an meinen Körper, wo ich nicht so recht weiß, wo die eigentlich herkommen. Sind das wieder Chemonebenwirkungen?

Ach ich hab noch soooo viel zu jammern, aber das erspare ich mir lieber 😀

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3 Kommentare zu “mwääh.. Chemo fünf

  1. Lerne Menschen kennen, denn sie sind veränderlich – die Dich heute Freundin nennen, schimpfen morgen über Dich. Es gibt Menschen, auf die Du zählen kannst und der Rest der Welt sollte Dir egal sein. Konzentriere Dich auf Dich, Du brauchst Deine ganze Kraft.

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