Urlaubsmuffelflaute

Eigentlich sollte ich mich doch auf meinen Urlaub freuen und ja, das tue ich auch. Irgendwo.. ganz tief in mir. Aber im Moment fühl ich eigentlich eher ’ne Flaute. Diese Flaute fühl ich schon seit Tagen. Ich bin faul und ausgelaugt und müde. Pünktlich zu Urlaubsbeginn tut mein Rücken sehr doll weh. Eine Art Muskelkater durch’s Husten? Oder liege ich einfach nur zu viel rum? Auf jeden Fall tut es beim Aufstehen weh und beim Husten sowieso.
Unsere Koffer sind nicht mal halb gepackt. Es liegen nur ein paar einzelne Kleidungsstücke drin. Vor mir ein riesen Korb mit Wäsche. Frisch gewaschen, teilweise bereit zum Einpacken, teilweise bereit zum Bügeln. B Ü Ü Ü G E L N. . . Gna.. auch das noch. Ich finde es schon anstrengend, einen Koffer zu packen, aber dann gleich zwei? Dann muss ich heute noch zur Apotheke und ja, auch darauf habe ich keine Lust. Eigentlich könnte ich den ganzen Tag im Bett liegen bleiben. Seit ich den Fernseh hier oben hab, krabbel ich sowieso nur noch selten heraus. Dani ist ja eh nicht da, meine Eltern arbeiten.

Wie komm ich denn jetzt aus dieser Urlaubsmuffelflaute heraus? Geb ich mir noch bis 12.00 Uhr Zeit und fange dann endlich an?

Ja, so wird’s laufen.. hm.

Emotional am Rande des Wahnsinns

Ach Leute, eigentlich sollte ich mich doch total freuen, denn ich fliege am Samstag in den Urlaub. Aber heute war mein Gespräch beim Arbeitsvermittler und der hat es doch tatsächlich geschafft, mich emotional so fertig zu machen, dass ich einfach niemanden mehr sehen und hören will. Mein Plan für heute? Mit Joghurt und Erdbeeren ab ins Bett, Fernseh an und macht mir die Sinnflut..

Ich habe noch nie einen Menschen erlebt, der so uneinsichtig, herablassend und stur ist, wie dieser Vermittler. Es gibt kein Herankommen an eine Verlängerung für meinen 1-Euro Job, obwohl man bis auf 2 Jahre verlängert werden kann. Mein Alter ist der Grund, sagt er. Dabei kann man so einen Job schon mit 15 Jahren machen. Für ihn ist eine Verlängerung nur sinnvoll, wenn man Ende 50 oder auf gut Deutsch ein Assi ist, die man eh nicht in ein richtiges Arbeitsverhältnis vermitteln kann. Dass ich mit Leber- und Lungenmetastasen dasitze, wöchentlich zu Chemo muss, ist für ihn kein Grund, mich in mein Wunsch-Arbeitsverhältnis zu lassen, bei dem ich meine Arbeitsstunden auf meine Therapie abstimmen kann und wo ich mich wohl fühle. Nein, stattdessen wollte er mich heute schon in die erste Maßnahme stecken, damit ich natürlich nicht wieder in der Arbeitslosenstatistik auftauche. Natürlich wäre der Maßnahmeträger wieder irgendwo in Halle, wo ich erst eine Stunde mit Bus und dann fast noch einmal so lange mit der Bahn fahren müsste. Hin und zurück und das jeden Tag, monatelang. Als Alternative bot er mir eine andere Maßnahme an, in der nur Behinderte sind und die zum Ziel hat, über Praktikas Menschen mit Behinderung in ein Arbeitsverhältnis zu bringen. Das klingt eigentlich auch nicht so viel besser, aber wir sind dann direkt dorthin gefahren, da ich ja klären musste, inwieweit sich diese Maßnahme für mich lohnt, wenn ich wöchentlich zur Chemo und zur Blutkontrolle muss.

Als ich dann im Auto vor’m Jobcenter saß, fing ich erst einmal bitterlich an zu weinen und hatte vor lauter Stress schon fast Streit mit meiner Mutti. Ich kann ja das Gespräch hier nicht wortwörtlich wiedergeben, aber wir saßen eine Stunde bei meinem Vermittler und das war die schlimmste Stunde, die ich überhaupt bei einem Arbeitsvermittler verbracht habe. Dieser Mensch hat es nicht verdient, Arbeitsvermittler zu sein und er zeigt einem auch, dass er am längeren Hebel hängt. Das Gespräch hat mich so aufgelöst, dass ich mich gar nimmer eingekriegt habe und dann war ich so aufgeregt, weil ich nun noch nach Neustadt fahren musste und ich mich in Halle so überhaupt nicht auskenne und gar nicht wusste, wie ich dorthin kommen sollt. Zum Glück hatte ich mein Handy bei, welches ja eine Navifunktion hat. So fanden wir am Ende diese Einrichtung auch.

Der Mann dort war wirklich sehr sehr nett und einsichtig. Im Gespräch mit ihm hat man gemerkt, dass er mich kranken und behinderten Menschen eben mehr zu tun hat und diese auch besser versteht, wie so ein Möchtegernvermittler vom Jobcenter. Er konnte das Verhalten meines Vermittlers gar nicht verstehen und hat uns am Ende einen Tipp gegeben und will uns sogar dabei helfen: Ich könnte für 16 Stunden/Woche beim Heimatverein angestellt werden und das auf 3 Jahre. Dabei würde ich über 400€ verdienen und das meiste vom Lohn würde durch Förderungen gedeckt werden. Der Verein müsste dann „nur“ 10% des Lohnes tragen und da meine Mutti die Vereinsvorsitzende ist, meinte sie, dass sie das Geld dann aus ihrer eigenen Tasche zahlen würde. Dieses Konzept ist ähnlich wie das, was wir damals mit dem Integrationsamt besprochen haben. Wer ein langer Leser meines Blogs ist, erinnert sich vlt noch daran, dass ich mal beim Integrationsamt war, um in so eine Art Bürgerarbeit hereinzurutschen, die vom Amt gefördert würde und der Verein hätte eben noch einen gewissen Prozentsatz selbst tragen müssen. Dieser Vorschlag wurde ja von meinem Vermittler zunichte gemacht.
Der nette Mann aber will versuchen, das alles ohne meinen Vermittler abzuwickeln. Er will sich mti dem Integrationsamt in Verbindung setzen und auch mit dem Chef vom Jobcenter.

Nach diesem Gespräch fiel uns beiden sooooo ein großer Stein vom Herzen, aber ich war auch fix und fertig und konnte meine Augen kaum noch offen halten.

 

Ach, jetzt hab ich sooo viel geschrieben. Ich hoffe, euch geht es gut. Nun kommen wir mal noch zu dem Erfreulichen: Am Samstag flieg ich in den Urlaub und ich freu mich wirklich sehr. Endlich abspannen und Ruhe genießen, Energie auftanken, um dann am 02.07. in die neue Chemotherapie zu starten. Ja, ich habe den Start verschoben und mir Caelyx noch einmal geben lassen. Mir war das Risiko zu hoch, dass es mir im Urlaub schlecht gehen oder ich meine Haare verlieren könnt.
Apropos Haare: Gott, sind meine Haare furchtbar. Ich habe das Gefühl, dass sie durch die Chemo irgendwie abgestorben sind. Ich verliere auch immer mehr Haare, was man so aber nicht sieht. Aber das Kämmen ist eine Qual. Meine Haare fassen sich an wie Stroh, sie verziepen und bilden Knötchen. Andererseits habe ich das Gefühl, dass sie gar nimmer fetten. Also als ob sie durch die Chemo abgestorben sind, aber nicht ausfallen. Ganz komisch. Ich hab zwar nicht mehr viele Wochen mit meinen Haaren, aber falls jemand einen tierversuchsfreien Tipp für eine schöne Pflege hat, nehme ich das gern an. Es ist gar nicht so einfach, etwas zu finden, was nicht den Stempel „Tierversuche“ auf der Packung hat..

Puh, so. Nun denn, falls wir uns nimmer lesen, ich berichte dann nach dem Urlaub 🙂

Tschüssi.

Urlaubsfreuden

Ahu, noch zweieinhalb Wochen und wir fliegen endlich nach Mallorca, ich freue  mich sooo sehr ❤

Und das ist auch der Grund, warum ich überlege, den Beginn der neuen Chemo noch einmal zu verschieben. Und ich glaube, das tue ich auch. Auf 2 Wochen kommt es nimmer an.. ich genieße lieber meinen Urlaub und habe ein tolles Lebensgefühl und auch Lebensqualität, als mich mit Haarausfall und Nebenwirkungen herumzuschlagen. Ich glaube, ich bin geschwächt genug und brauche in einem fremden Land keine zusätzlichen Schwächeauslöser.

Als ich letzte Woche mit meiner Mutti shoppen war, war ich ziemlich fertig am Ende des Tages. Mir taten auch meine Schultern schrecklich weh. Ich konnte die Kleidung kaum von der Stange heben. Ach, ist das furchtbar. Ich schimpfe dann immer, weil man als Krebspatient keine Massagen genießen darf, es aber doch irgendwie etwas anderes geben muss, um die Muskeln entspannen zu können. Ich dachte schon an „Aufhängen“, ob das eine Möglichkeit ist? Wobei ich denke, das entlastet eher das Skelett (was mir auch mal gut tun würde) und nicht die Muskeln, aber wer weiß. Vlt hilfts ja. Oder Akupunktur? Da hab ich aber auch irgendwie Schiss vor. Immerhin sind das Nadeln und ich hasse Nadeln. Und ich kenn mich doch.. ich denke, ich krieg sie in die Schultern gestochen und später hab ich sie im Ohr.. *g* Nee, lieber nicht.

Seit Ende März läuft nun meine Caelyx. Seitdem hab ich 4kg abgenommen. Ist jetzt nicht sooo schlimm, weil ich noch immer Normalgewicht hab, aber komisch isses schon. Und wie schwanger seh ich trotzdem aus -.- Aber jetzt muss ich auch langsam aufpassen, dass es nicht mehr so viel weniger wird. Ich will meinen Körper ja nicht weiter schwächen. Hatte in den letzten beiden Tagen Kreislaufprobleme. Aber es war auch sehr stressig in letzter Zeit. Seit Samstag nur Action. Jeden Tag war etwas anderes oder jemand hier. Gestern war ich dann emotional am Limit angekommen. Das hat dann meine Mutti auch etwas zu spüren bekommen. Ich habs ihr aber auch offen gesagt und sie hat es verstanden. Hab mich dann heut gefangen und Morgen den ganzen Tag für mich allein ❤

Am Wochenende soll es ja richtig warm werden. Da können wir gleich mal für den Urlaub üben. Der Pool wird auch abgedeckt, sodass ich hoffentlich bald reinhüpfen kann. 😛 Wir wollen Samstag noch ein wenig einkaufen gehen. Brauchen ja noch Urlaubsdinge. Muss ich mir dringend noch einen Zettel schreiben, sonst vergesse ich wieder die Hälfte.

Ich wünsch euch was 🙂

Leberbiopsieergebnis; so gehts nun weiter

Montag bekam ich mein Biopsieergebnis. Ich wusste es schon vor dem Arztgespräch, weil ich schon vorher durch meine Unterlagen illerte, die mir am Empfang in die Hand gedrückt wurden. Da lag zufällig der Befund bei und das Wort „negativ“ fiel mir auch direkt auf. Negativ, scheiße. Genau das, was es nicht sein sollte. Negativ.. viele freuen sich über einen her3neu neg., weil das im Grunde die bessere Diagnose ist. Es heißt ja quasi, der Krebs ist nicht so aggressiv. Ich habe nun auf ein Positiv gehofft, damit ich bessere Behandlungsmöglichkeiten habe. Scheißchen war’s.

Ich bekam noch einmal Schonfrist und Caelyx. Mein Onko nahm die TM erneut ab und sollte in 2 Wochen der Wert gestiegen sein, dann wird auf Taxan umgestellt. Kurz vor meinem Urlaub. Ich glaube, in komm genau in die Zeit hinein, in der mir dann die Haare ausfallen werden. Haarausfall auf Mallorca. Ein Traum jeder Frau. Das ärgert mich tierisch. Aber die ganze Therapie nun um einen Monat verschieben, ist mir auch zu heikel. Irgendwann muss es ja losgehen. Mal sehen, wie ich das schaukeln kann.

Ich hatte wirklich gehofft, dass ich wenigstens einmal Glück habe. Aber ich soll eben einfach kein Glück haben.

Gestern sah ich im Fernseh ein junges Mädel, 21 Jahre, die dringend eine Spenderlunge brauchte. Kurz bevor sie starb, bekam sie diese. Es war wirklich auf dem letzten Drücker. Ich hatte mich so für sie gefreut und fand es doch so unfair. Totkranke Menschen, aber doch irgendwie mit einem Lichtblick. Warum habe ich so einen Lichtblick nicht? Warum muss ich mich damit abfinden, dass ich sterben werde? Machen wir uns doch nichts vor, das werde ich. Der Krebs wird mich umbringen. Vlt nicht heute oder Morgen, aber irgendwann..

Schonhaltung

Seit meiner Leberbiopsie habe ich regelrecht eine Schonhaltung eingenommen. Ich laufe leicht nach vorn bebückt, weil ich noch immer eine Art Muskelkater habe. Mich würde interessieren, ob das auch nach einer Woche noch normal ist.. Ich glaube ja, mein Husten sorgt dafür, dass diese Stelle schlechter heilt. Es tut doch immer so weh 😦

Ich habe heute frei. Nächsten Montag bekomme ich eine neue Therapie. Ich weiß noch nicht welche. Ich habe noch kein Ergebnis von der Biopsie. Dann gehe ich noch zwei Tage arbeiten (wenn ich denn kann) und dann bin ich wieder arbeitslos. Hab ich schon erzählt, dass das Arbeitsamt von mir über 1000€ wiederhaben will? Angeblich wäre ich 2012 im November einen Monat arbeiten gewesen. Ich hatte im September ALG I wegen Arbeitsunfähigkeit beantragt und bekam zum November meine Kündigung, eben weil ich damals seit einem Jahr schon nimmer auf Arbeit war (der ein oder andere erinnert sich vlt). Tja und das AA meint nun, ich wäre ’nen Monat arbeiten gewesen, obwohl deren eigener Medizinischer Dienst sich meine ganzen Akten und Unterlagen eingeholt hatte und die dort ja wissen, dass ich zu dieser Zeit Chemo und Bestrahlung bekam und gar nicht arbeiten konnte. Nun hab ich Widerspruch eingelegt und auch schon mit einer Frau aus deren Service gesprochen, die sich das Ganze im Übrigen auch nicht erklären kann.. aber man kann ja mal auf Dummfang gehen. -_-

Wie habt ihr das Wetter bisher überstanden? Bei uns hat es diese Nacht etwas gestürmt, sonst war es okay. Aber jetzt zieht es sich langsam zu und es soll (angeblich) noch gewittern. Aber wir wohnen da immer in so einem Sonnenstreifen. Bei uns kommt nie Regen oder Gewitter, während es drumherum schüttet wie aus Eimern. Manchmal gut, im Sommer oft schlecht, weil alles vertrocknet.

Liebe Grüße

Was es so neues gibt

Hallo ihr Lieben,

nach gut einer Woche hört ihr mal wieder von mir. Ab und an poste ich auf Facebook, wie es mir geht.

Fangen wir mal an, ich versuche, mich an alles zu erinnern. Also Montag gab es die 4. Caelyx. Ich erfuhr dort, dass meine TM enorm gestiegen sind. Naja, außerdem haben sich die Lungen- und Lebermetas bestätigt. Meine Therapie wird nun umgestellt. Um zu testen, ob mein Tumor nun vlt her2neu positiv geworden ist, machte man am Freitag eine Leberpunktion. Diese bekam ich unter Schlafspritze. Ich bin doch nicht blöd. Mir ging es die ganze Woche nicht so gut. Ich fieberte immer etwas und mein Kreislauf spielte nicht mit. Irgendwie konnte ich mich gar nicht so richtig erholen. Ständig neue Aufregung und auch wenn ich tagelang nur auf der Couch lag, hatte ich nicht das Gefühl, dass sich mein Körper erholt.
Samstagabend bekam ich dann Regelblutungen. Nur leicht, aber es machte mir Sorgen. So sehr, dass ich gleich wieder Schnappatmung bekam. Das bekomme ich jetzt öfter, wenn ich Angst habe oder mich aufrege und zudem auch noch weinen muss. Dann schnürt sich mein Hals fest zu und ich habe Probleme, zu atmen. Da die Blutungen auch heute noch waren, bin ich in die Onko gefahren. Dort bekam ich erst einmal Entwarnung. Das könne durchaus auftreten und es gäbe noch viele andere Patientinnen, die neben der Chemo plötzlich Regelbluten bekamen. Ein Besuch beim Frauenarzt soll es aber dann entgültig abklären. Dort kann ich Morgen hinkommen. So ganz geheuer ist es mir ja noch nicht, aber ich bin auf jeden Fall schon etwas beruhigter.
Sollte mein Tumor nicht her2neu positiv geworden sein, wird es wohl am nächsten Montag mit einer Taxan-Chemo weitergehen. Es graut mir schon davor.. ich hatte mich mit Caelyx gut arrangiert und meine Haare sind auch noch immer da. Aber manchmal denke ich auch, warum habe ich mich nur die ganze Zeit mit so „leichten“ Chemos über Wasser gehalten? Warum habe ich nicht einfach mal den Arsch zusammengekniffen und gesagt: „Einmal eine heftige Chemo und es bringt mir am Ende vlt. mehr“..? Nun habe ich den Salat. Lebermetastasen. Alle sind sehr besorgt um mich. Vorallem wenn es ums Essen geht. Ich hab nämlich nicht so sehr den Hunger und alle meckern und schimpfen um mich herum. Schrecklich. Ich kann es mir doch nicht reindrängeln.

So, nun seid auch ihr erst einmal wieder auf dem Neusten Stand 🙂 Wenn ich das Ergebnis der Leberbiopsie habe, gebe ich Bescheid.

Befunde sind da

Da es jetzt schon sehr spät ist und ich sehr müde bin, kopiere ich nur eben meinen Text aus dem Forum. Ich möchte nun nicht einfach noch einmal alles erneut hier aufschreiben.

Ich möchte nur soviel sagen: Das Leben ist zum Kotzen!

Um gleich mal zum Punkt zu kommen: Meine Leber hat Metastase(n?), meine Lunge wohl auch, wobei man sich hier nicht zu 100% sicher ist und ich echt stinkig war, weil man kein Gewebe entnahm, als ich da in Narkose zur Bronchoskopie lag. So schlau hätten die Ärzte auch selbst sein können…
Meine TM sind im letzten Monat enorm angestiegen. Ich glaube, beide lagen bei ca. 500. Einer davon nun bei über 700 und der zweite hat sich mehr als verdoppelt. Ein erschreckendes Ergebnis.

Ich bin momentan noch sehr ruhig und ich glaube, das Ergebnis ist noch nicht ganz an mich heran gekommen. Ich hoffe, das tut es bald, denn so eine innere Leere ist auch nicht gerade das Gelbe vom Ei.

Leider hat sich der Verdacht bestätigt und ich habe nun Lungen- und Lebermetastasen. Den Befund habe ich persönlich noch nicht vorliegen, nehme ihn beim nächsten Mal mit. Im Grunde waren wir darauf vorbereitet, wir haben mit dem Schlimmsten gerechnet, aber wenn man es dann so direkt weiß, ist es doch irgendwie anders.

Also bei der Lungensache gibt es noch immer keine 100%ige Sicherheit, den die Idioten von der Bronchoskopie haben kein Gewebe entnommen und nur eine Biopsie könnte nun Sicherheit bringen. Mein Arzt meinte aber, dass er das überflüssig fände, denn bei meiner Vorgeschichte und der metastasierten Leber sei einfach davon auszugehen und ich muss auch sagen, dass es mir nun auch wurscht ist, ob es dort Metastasen gibt oder nicht. Sie sind in der Leber und das ist für mich noch viel schlimmer. Leber ist irgendwie entgültig und ich dachte heute oft darüber nach, ob ich nun bald sterben muss.

Es ist nun der Plan, in 2 Wochen mit einer Taxan-Chemo wöchentlich zu beginnen. Vorher aber, so haben wir beschlossen, wird eine Gewebeprobe aus der Leber entnommen. Aber nur unter Narkose, da bestehe ich drauf. Mein Arzt will nun mit dem Chefarzt im KH sprechen und alles abklären. Wir hoffen nämlich darauf, dass mein her2neu positiv geworden ist, was mir bessere Behandlungsmöglichkeiten entgegenbringen würde (Antikörpertherapie oder Herceptin zB). Das wäre toll. Aber das passiert ja leider nur bei 20% der Patienten. Hier heißt es also Daumendrücken.

Im Moment steh ich noch ein bissl neben wir. Ich möchte gern mal richtig weinen, es kam auch schon zweimal hoch, aber immer im falschen Moment. Es ging einfach nicht und gerade sowieso nicht. Einmal richtig ausweinen, würde sicher gut tun.

_____________________________________________
Textkopie aus dem Forum

Ich werde nun versuchen, zu schlafen. Ich denke fast, dass ich keine Probleme damit haben werde. Noch einmal ein paar Hustentropfen reingepfiffen und dann ab dafür. Hoffentlich schwitze ich diese Nacht nicht wieder so fürchterlich. Ich musste aufstehen und das Shirt wechseln, es war durchtränkt von Schweiß. Das hatte ich in den letzten Wochen schon zweimal. Und überhaupt hab ich heute wahnsinnig geschwitzt. Ob das NW von der Chemo sind?

ahnungslos und arbeitslos

Nabend ihr Lieben,

ich hab mal wieder lange nicht geschrieben und eigentlich hab ich jetzt auch noch nicht so richtig Lust, aber ihr wollt ja auch wissen, wie es mir geht und was es Neues gibt. 🙂 Also zwing ich mich mal und gehe dann ins Bett.

Also ich kann euch sagen: Ich weiß, dass ich noch immer nichts weiß.

Ein Ergebnis liegt mir nicht vor. Ich nehme ja an, dass ich am Montag meine MRT- und Skopieergebnisse bekomme. Mittwoch war mein Leber-MRT mit Kontrastmittel brr.. aber es war okay. Das Mittel ist nicht so abartig, wie beim CT (ich hasse es, wenn das Zeug durch die Adern fließt). Schlimmer war eher dieses „Einatmen – Ausatmen – Eintamen – Nicht atmen“ …. *Luft halt* … *rot werd* …. *blau werd* …*“schneller“ denk* … aaaausatmen puuuuuh. Ich hab stellenweise gedacht, ich ersticke gleich und tief einatmen, wenn man Reizhusten hat, ist auch so ne Sache.. Bei dem Lungen-MRT musste ich nicht so oft ein- und ausatmen. Aber egal. Vorbei. 🙂 Gott sei Dank.

Mein Husten ist nicht besser geworden, ich brauche abends immer meine Tropfen und manchmal könnt ich das schon tagsüber literweise saufen. Aber ich verkneif es mir.

So und nun zum zweiten Teil meines Posts: Ich bin dann mal arbeitslos. Ab Juni habe ich keine Arbeit mehr, mein kleiner Job wird vom Amt nicht verlängert. Sie stecken lieber mal wieder zwei neue in mein ausgearbeitetes Projekt. Meinem Kollegen gehts genauso, er wird auch nicht verlängert. Er weiß es nur noch nicht und er wird zerbrechen daran, da er so einige Probleme hat und quasi für diese Arbeit lebt.

Ich find das so zum Kotzen. Andere im Ort werden für bis zu 2 Jahre verlängert. Ich will dort arbeiten und darf nicht, obwohl der Arbeitgeber weiß, dass ich in der Krebstherapie bin und mir ja im Grunde nichts besseres passieren kann, als in meinem Ort zu arbeiten.

Zudem erfuhr ich, dass eine der Angestellten des Arbeitgeberbetriebes bei diesem Idioten von Jobber anrief, von dem ich damals erzählte. Der Klugscheißertyp, der einen Haufen Kohle auf dem Konto hat (natürlich auch haufenweise Arbeitslosengeld bezieht und kurz vor der Rente steht) und mir meinen Job damals nicht so recht freimachen wollte.. dieser Typ wurde angerufen und ihm wurde gesagt, dass da eine dieser keinen Stellen für ihn frei geworden sind und ob er das gern machen würd. Soso, wir wählen jetzt die Jobber nach Sympathie aus.

Ach, ich würd euch das alles am liebsten von ganz vorn erzählen, aber dazu müssten wir uns auf ne große Gesprächsrunde treffen, denn irgendwie weiß ich gerade nicht, meine Worte zu wählen. Ich rede schon wieder sehr verwirrend/durcheinander. Also belassen wir es mal dabei.

Mein Job wird nicht verlängert, meine Mutti ist auf 180 und reibt sich für mein nächstes Gespräch mit meinem „lieblingsvermittler“ schon die Hände.. ich berichte 😉

Nun muss ich nur schauen, wie ich mit dem bissl Geld zurecht komm. So hatte ich wenigstens etwas mehr und ein kleines Polster und ich konnt mir mal nen Schlüpper kaufen. Jetzt zahl ich meine Rechnungen und Bommels Futter und dann ist das Geld futsch. Hmpf. Und das so kurz vorm Urlaub.

Natalies letzte Chance

Natalie ist eine junge Frau, gerade einmal 29 Jahre alt. Sie hat zwei süße Söhne und leidet an Krebs. Bei ihr wurde ein böser Blasentumor festgestellt. Sie gilt als austherapiert, keiner kann/möchte ihr mehr helfen. Natalie wurde nach Hause geschickt, mit den Worten: Sie solle die letzte Zeit, die ihr noch bleibt, mit ihren Söhnen verbringen.

Doch Natalie und ihre Familie geben nicht auf. Sie fanden eine private Klinik, die ein Heilverfahren anbietet, welches für Natalie interessant sein könnte. An diesem Strohhalm klammern sie sich nun. Doch die Krankenkasse übernimmt keine Kosten. Es sind mehrere Behandlungszyklen geplant, einer davon kostet 11.000 €. Nun hofft Natalies Famile auf Spenden, um die Kosten übernehmen zu können.

Möchtet ihr mehr dazu erfahren? Dann schaut hier vorbei.

____________________________________________________

Ich persönlich finde es ja eine Frechheit, dass es eine mögliche Therapie gibt und diese einem schwer kranken Menschen verweigert wird. Ich finde es bodenlos und traurig, wie wertlos ein Menschenleben wird, wenn es ums Geld geht.
Ein totkranker, junger Mensch und eine Heilmethode, die helfen könnte. Und die Krankenkassen stellen sich quer, die private Klinik verlangt utopische Summen. Es ist grauenvoll und macht mich traurig.

Ich denke oft an mein Leben und daran, wie es mir gehen könnte. Ich schaue mir diese Seite an und denke: Hey, ob das auch was für mich wäre? Ich will auch nicht sterben..
Aber wer soll mir das bezahlen? Niemand. Auch meine Familie könnte diese Summe nicht stemmen.

Ist das nicht schlimm? Die Hoffnung auf Leben bleibt uns „Dummen“ leider verwehrt.

Nach der Bronchoskopie ist vor dem Befund

Gestern war meine Bronchoskopie, das ging dann doch schneller, als gedacht. Ich war wirklich sehr aufgeregt. Am Ende bekam ich aber ’ne Vollnarkose und somit war alle Aufregung für umsonst. Habe ja nichts gespürt. Das Schlimmste war wohl das Flexülelegen, wobei die Schwester wirklich gut darin war.

Nach ein paar Minuten war der Eingriff vorbei und ich wachte eine Stunde später auf. Ich unterhielt mich im Aufwachraum mit einem Mann, so gut ich konnte, denn ich hab wirklich stark gehustet. Das ging noch den ganzen Tag so. Abends bekam ich fast 39°C Fieber und ich fror sehr. Ich war wirklich gerädert und schlief auf der Couch.

Heut Morgen ging es schon etwas besser. Ich war noch immer etwas wackelig und zum späten Nachmittag hin bekam ich auch noch einmal leichtes Fieber, aber mit Tabletten bekam ich auch das in den Griff. Jetzt gerade geht es mir recht gut.

Wenn ich husten möchte und somit tief Luft holen muss, dann ist das manchmal mit komischen Geräuschen verbunden. Sobald dann aber der Auswurf mitkommt, geht auch das Geräusch weg.. komisch.

Wann ich ein Ergebnis bekomme, weiß ich noch nicht.

Ich habe gestern auch entschlossen, dass ich Morgen meine letzte Bestrahlung mache. Normalerweise wären jetzt noch 2 Bestrahlungen geplant, aber ich kann und will es einfach nimmer. Am liebsten würde ich auch Morgen nicht mehr gehen, da hat mich dann meine Familie etwas überredet. Aber danach breche ich ab. Ich will Montag nimmer.. für mich ist das einfach nur noch eine Belastung und wenn ich darüber rede, könnte ich sofort weinen. Ich wills einfach nimmer und auf diese eine kommt es nun auch nimmer an..

Soviel erst einmal von mir. Wenn es Neuigkeiten gibt, dann hört ihr davon. 🙂